| Schwarzwurzeln
Einzug in die Küche hielten Schwarzwurzeln erst im 17. Jahrhundert. In früheren Zeiten schätzten die Menschen ihre medizinische Wirkung bei Knochenbrüchen, Wundfieber und gegen Schlangenbisse.
Weil sich unter der groben dunklen Schale feines weißes Fleisch befindet, wird das Gemüse auch Winterspargel genannt. Im Geschmack sind Schwarzwurzeln jedoch milder als Spargel, etwas erdig und herbwürzig, dabei leicht nussig.
Der Winterspargel ist auch ein gesundes Wintergemüse. Wichtige Mineralstoffe, vor allem Kalium und Eisen, sind enthalten, außerdem die Vitamine B1, E und Folsäure. Um an sie heranzukommen, müssen Sie sich jedoch etwas Zeit nehmen. Die Vorbereitung von Schwarzwurzeln ist ziemlich aufwendig.
Verwendung
Die Schwarzwurzel ist ein sehr zartes Gemüse, es lässt sich sehr vielfältig verwenden. Im allgemeinen kann man die Schwarzwurzel ähnlich wie Spargel zubereiten. Sie trägt auch den Beinahmen "Spargel des kleinen Mannes". Vor jeder Zubereitung werden Schwarzwurzeln unter fließendem Wasser mit einer Bürste gesäubert und anschließend mit einem Sparschäler geschält. Meist werden Schwarzwurzeln als Kochgemüse verarbeitet. Man kann sie aber auch roh, gerieben mit etwas Zitronensaft und Mayonnaise als Salat zubereiten. Einen Schwarzwurzelsalat kann man leicht mit etwas grob gehackter Blattpetersilie und einem Hauch geriebenen Meerrettich verfeinern.
Beim Verarbeiten von frischen Schwarzwurzeln sollte man zuvor noch einige wichtige Tipps beachten.
Tipp 1: Das mühsame Schälen der Wurzeln beansprucht Zeit und einige Vorbereitungen. Gummihandschuhe verhindern, dass die Hände beim Schälen verdrecken und die Finger nicht von dem austretenden, klebrigen Milchsaft der Wurzel verkleben. Wem das zuviel Arbeit ist, der kann die Wurzel etwa 20 bis 25 Minuten in mit Essig und Kümmel gewürztem Wasser kochen und anschließend in kaltem Wasser abschrecken. Die Haut der Wurzel lässt sich nun leicht abziehen.
Tipp 2: Rohe, geschälte Schwarzwurzeln die zum Kochen verwendet werden schneidet man in "mundgerechte" Stücke und gibt sie in eine Schüssel mit Wasser. In das Wasser etwas Mehl rühren. Aus den Anschnittstellen der Schwarzwurzelstücke tritt schnell Milchsaft aus. Dieser oxidiert sehr schnell und die Stücke werden rasch unansehnlich braun. Die Mehlflüssigkeit verhindert die rasche Oxidation weitgehend. Darum gleich nach dem Zerkleinern die Stücke in die Flüssigkeit legen. Um die schöne, helle Farbe der Schwarzwurzeln auch beim Kochen zu bewahren, rührt man auch das Kochwasser mit etwas Mehl an.
Tipp 3: Der auslaufende Milchsaft hinterlässt lästige Flecken, besonders auf Kleidungsstücken. Eine Küchenschürze kann schlimmeres verhindern. |
 Schwarzwurzelblüten
 Schwarzwurzeln
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