Pastinaken

Bis ins 18. Jahrhundert zählten Pastinaken im europäischen Raum zu den wichtigen Grundnahrungspflanzen. Nach und nach wurden sie dann durch Kartoffeln und Möhren vom Speiseplan verdrängt. Heute werden Pastinaken hauptsächlich in Russland und Westeuropa angebaut.
Pastinaken sind teilweise auch unter anderem Namen bekannt, z.B. als Hammel- oder Hirschmöhren. So werden sie gelegentlich genannt, weil die süßlichen Wurzeln vor allem von Schafen und Haarwild als Delikatesse geschätzt werden.

Mit der Rückbesinnung auf die regionale Spezialitätenküche kommt das alte Wurzelgemüse nun wieder häufiger auf den Tisch, insbesondere in der Vollwertküche. Die gelblich-weißen, kegelförmigen Rüben mit dem süßlich-nussigen, würzigen Aroma lassen sich auf vielfältige Art zubereiten: Sie können gedämpft, gekocht, gebraten und püriert werden. Traditionell verwendet man sie für Suppen und Eintöpfe, aber auch als Rohkost schmecken sie ausgezeichnet. Weniger bekannt, aber auch empfehlenswert ist es, die jungen Blätter und Sprossen der Wurzel mit ihrem stark würzigen Geschmack als Gemüse oder als Suppeneinlage zu verwenden.
In England, wo Pastinaken ein fester Bestandteil regionaler Küche sind, werden sie auch zu Süßspeisen verarbeitet. Das Wurzelgemüse hat nämlich einen sehr hohen Zuckergehalt, viel höher als z.B. Möhren.
Die Engländer brauen aus den Pastinaken sogar eine spezielle Biersorte oder keltern sie zu einem Wein, der leicht nach Sherry schmeckt.



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