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   Info / Thema Verpackung

Qualität und Verpackung

Unser Anliegen ist es, Ihnen kontrolliert ökologisch erzeugte Waren frisch, unbeschadet und auch umweltfreundlich zu liefern.

Grundsätzlich sind unsere grünen Ökokisten Pfandgut. So weit es möglich ist, verzichten wir bei Obst und Gemüse auf zusätzliche Verpackung. Jedoch ist dies für empfindliche Frischware nicht immer sinnvoll und wir versuchen jeweils den besten Kompromiss zwischen Frische/Haltbarkeit und Umweltverträglichkeit zu finden.

Viele Anfragen zeigen, dass auch für unsere Kunden das Vermeiden von Verpackung, sowie umweltfreundliche Verpackungen ein wichtiges Thema ist.

Stephan Hartmann vom Amperhof beschäftigt sich nun schon längere Zeit mit dem Thema und möchte Ihnen einen Einblick geben, wie sich das Ringen um die richtige Verpackung darstellt. Gerne können Sie Herrn Hartmann unter stephan.hartmann@amperhof.com kontaktieren.

       


Stephan Hartmann "Safari im Verpackungsdschungel"

Unser Milchlieferant, der Bioland-Milchbauer Zierer beispielsweise sucht schon seit einiger Zeit nach der idealen Verpackung für Milch und Joghurt.

Er entschied sich für Joghurtbecher aus nachwachsenden Rohstoffen, die aus Grasschnitt hergestellt werden und somit CO2- neutral und zusätzlich zu kompostieren sind. Toll, haben wir uns gedacht. Bei der genaueren Recherche stellt sich jedoch heraus:
Die Herstellung von Polymilchsäure (der Grundstoff) aus Grasschnitt oder Resten der Biogasgewinnnung wird voraussichtlich erst in einigen Jahren technologisch möglich sein. Tatsächlich wird der Becher momentan aus Maisstärke hergestellt und die kommt aus Nebraska, USA und ist womöglich noch aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt.
Der Becher sei zu kompostieren, super Sache...
Beim näheren Hinschauen ergibt sich allerdings ein anderes Bild:
Die Nachfrage bei der Stadt München und bei der Fachvereinigung der bayrischen Komposthersteller ergab: Diese Becher sind praktisch nicht zu kompostieren und dort auch nicht gerne gesehen, denn bei der Kompostierung sei eine höhere Temperatur und längere Zeit als in den städtischen Kompostieranlagen angewandt, nötig. Dort werden die "kompostierbaren Verpackungen" aussortiert, auch weil sie optisch nicht von fälschlicherweise mitentsorgten Rohölplastikbechern zu unterscheiden sind.
Wenn wir noch weiter in das Thema einsteigen wird es spannend.
Die Kompostierung sei die schlechteste aller „ Entsorgungs-“Alternativen, denn:

Für den Kompost selbst ist der Becher wertlos.
Die bei der Herstellung aufgewandte Energie wird einfach vertan, eine sogenannte „kalte Verbrennung“. Besser wäre es noch den Becher zu verbrennen, so könnte man die dadurch freiwerdende Energie zumindest nutzen.
Die beste Alternative wäre das Recyceln. Da das Recycling in erster Linie nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgt, müsste die Menge der Becher und der Preis des Rohstoffs so hoch sein, dass sich das Fraktionieren, d.h. das gezielte Aussortieren lohnen würde. Wäre das der Fall, würde auch bald eine technische Möglichkeit dafür entwickelt...
Das Thema ist komplex und wir werden den Milchhof Zierer weiter bei der Suche nach einer neuen Verpackung unterstützen.


Die Verpackungsindustrie steckt viel "Energie" in die Entwicklung von Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich dann auch die Frage, ob wir es uns leisten können - und wollen - unsere Anbauflächen für Verpackungen (oder Sprit) zu nutzen statt für Nahrungsmittel.

Ein Kundenfeedback: "Wenn ich vergleiche, wie viel Verpackungsmüll ich von einem Einkauf im Bio-Laden im Vergleich zu einer Ökokiste mit gleichem Inhalt mitbringe, stelle ich immer wieder fest, dass die Ökokiste dabei recht gut abschneidet."

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