Home | | Neukunden | Partner | Shop | Rezepte | Seminare | Wer wir sind | Kontakt
Preise/Rundmail | | Pinnwand | | Tipps und Tricks  
 

Empfehlungen für die Ernährungsumstellung Ihres Säuglings

Einführung der ersten Beikost







Elisabeth Breier
Still- und Laktationsberaterin IBCLC
und Fachberaterin für Emotionelle Erste Hilfe (EEH)


Was ist Beikost? Beikost ist die Einführung von fester Nahrung für das Baby
Wann fange ich an? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die Einführung der Beikost nach dem vollendeten 6. Lebensmonat des Babys. Diese geschieht langsam und die Hauptnahrung bleibt vorerst das Stillen oder die Säuglingsnahrung aus der Flasche. Erst nach und nach ersetzt die Beikost das Stillen oder die Flasche. Das Tempo wie viel und wie oft am Tag ein Baby isst, ist von Baby zu Baby sehr unterschiedlich. Es dauert mehrere Monate bis der Säugling nicht mehr gestillt wird oder keine Flasche mehr bekommt und ausschließlich feste Kost zu sich nimmt.
Ab dem 7. Monat Gut geeignete Lebensmittel für den Anfang ab dem 7. Monat sind: Kürbis (insbesondere der Hokkaidokürbis), Pastinaken, gelbe Rüben, Zucchini, Kartoffeln, Hirse, Reis, Mais, Apfel oder Birne, idealerweise aus ökologischem Anbau. Es empfiehlt sich dem Baby alle Lebensmittel am Anfang gekocht und püriert an zubieten. Am besten selbst zubereitet oder als Gläschen-Kost mit nur einer Zutat. Wenn eine Milch-Mahlzeit komplett mit Brei ersetzt ist (davor oder danach nicht mehr gestillt oder die Flasche gegeben wird) ist es sinnvoll dem Brei etwas Öl oder Mandelmus beizumengen.
Ab dem 10. Monat Gut geeignete Lebensmittel ab dem 10. Monat sind: Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Weizen, Dinkel, Hafer, Roggen und Fleisch. Wer Kuhmilchprodukte geben möchte, kann dem Kind Butter oder Hüttenkäse anbieten. In diesem Alter essen viele Babys schon gerne kleine Stückchen, so muss das Essen nicht mehr so fein püriert sein. Auch lieben Babys in diesem Alter selber kleine Eckchen Brot mit dem Daumen und Zeigefinger aufzupicken und zwischen dem oft noch zahnlosen Kiefern zu zermalmen.
Ab einem Jahr Grundsätzlich sollte die Ernährung des Babys im ersten Lebensjahr eine Hinführung zum Familientisch sein. Eine gesunde Auswahl dessen was die Eltern selber gerne essen dürfen die Kinder mit einem Jahr auch essen. Die Speise der Eltern wird erst gewürzt, wenn eine Portion für das Kind abgenommen worden ist. Meist möchten die Einjährigen das Essen nicht mehr als Brei essen.
Vorteile des Weiterstillens Die Vorteile des Teilstillens nach dem vollendeten 6. Lebensmonat sind:
  • Das Abstillen über mehrere Monate hinweg steigert die Proteine in der Muttermilch, die eine wichtige Unterstützung für das Immunsystem des Kindes darstellen.
  • Im Krabbelalter kommt das Kind vermehrt mit Bakterien und Viren in Kontakt. Diese werden durch den Kontakt beim Stillen (Mund-Brust-Kontakt und gemeinsame Atemluft) an die Mutter weitergegeben.*** Das mütterliche Immunsystem produziert genau gegen diese Keime Abwehrstoffe und gibt diese über die Mutterbrust an das Kind weiter, schützt es so vor Infektionen und unterstützt damit das kindliche Immunsystem.
  • Muttermilch enthält Enzyme, die dem Baby helfen, die Beikost leichter zu verdauen.
  • Die Eisenaufnahme aus der Muttermilch ist optimal durch eine hohe Bioverfügbarkeit mit 50-70% (Zum Vergleich: aus Kuhmilch 10-30%, aus Babynahrung 5-10%)
Zusätzliches Getränk Das Getränk Nr. 1 bleibt im ersten Lebensjahr die Muttermilch oder die Säuglingsnahrung. Ab dem Zeitpunkt, wenn das Kind eine Mahlzeit komplett mit fester Nahrung nimmt, ist es sinnvoll ihm Wasser aus einem offenen Becher oder Trinklernbecher anzubieten.
Grundsätzliches Für das Baby ist es das Beste bis mindestens zum 10. Monat „teilgestillt“ zu werden. Viele Babys trinken gerne über den ersten Geburtstag hinaus an der Mutterbrust. Sollte die Mutter nicht solange stillen wollen (können), so werden die Stillmahlzeiten nach und nach mit Pre-Nahrung aus der Flasche ersetzen. Das Einführen von Beikost sollte nicht zeitgleich mit dem Umstellen auf die Flasche erfolgen, das ist für viele Baby eine Überforderung und führt immer wieder zu Kämpfen und Tränen. Ein Kind bitte nicht zum Essen durch Spielen oder Ablenkung zu mehr Essen animieren, das würde ein gesundes Sättigungsgefühl des Kindes übergehen. Ziel ist es, dass das Essen Spaß macht!
Still- und Ernährungsberatung: Terminvereinbarung für ein längeres Telefongespräch oder ein persönliches Beratungsgespräch unter Telefon 08142/28795

Regelmäßige Kochkurse zur Ersten Beikost und der Ernährung im 2. Lebensjahr (Bunt und Gesund)
hier am Amperhof.
Weitere Informationen unter Kurse & Vorträge auf meiner Webseite www.Stillen-Breier.de

© Mathias Balzer / PIXELIO

Mutter/Kind Rezept

Ersten Beikost - Kürbis
Einen Hokaidokürbis zerteilen, die Kerne mit einem Esslöffel entfernen. Den Kürbis nur schälen, wenn das Baby gerade anfängt Beikost zu Essen. Den Kürbis in Würfel schneiden und mit Wasser kochen bis er weich ist. Den Kürbis mit dem Kochwasser pürieren. Am besten abkühlen lassen und frisch zu essen geben.
Tipps zum Aufbewahren
In sterile Schraubgläschen, wie beim Marmeladekochen, füllen. So lässt sich die Beikost mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahen.
Oder: Einen Teil in einen Eiswürfelbehälter füllen und mit einem Gefrierbeutel verschlossen in den Gefrierschrank geben. Ein Eiswürfel sind etwa zwei Teelöffel Brei für das Kind. Entsprechend wie viel das Kind nimmt wird ein oder mehrere „Kürbiseiswürfel“ für die erste Beikost im Wasserbad aufgetaut und aufgewärmt.
Für die Mutter
Der andere Teil des Kürbismus ist für die Mutter (und die anderen Familienmitglieder), dieser wird mit einem Blatt Lorbeer, Salz, einem Schuss süßer Sahne abgeschmeckt und etwas ziehen gelassen und evtl. noch etwas Wasser dazu gegeben.
In Butter abgebräunte Weißbrotwürfel schmecken als Einlage sehr gut dazu.
Copyright © - Amperhof Ökokiste   BIO-Lebensmittel Amperhof Ökokiste