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Portrait Biometzgerei Pichler

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Biometzgerei Pichler

Die Biometzgerei Pichler ist schon seit langem ein verlässlicher Partner der Amperhof Ökokiste. Von hier beziehen wir einen Großteil unserer Fleisch- und Wurstwaren. Herr Pichler achtet sehr konsequent auf den Bezug direkt vom Erzeuger aus der Region. In den letzten Jahren hat die Metzgerei ihre Produktpalette stetig erweitert. Besonders zur Grillsaison gibt es ein paar leckere neue Kreationen, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Wir haben Herrn Pichler befragt.

Herr Pichler, was empfehlen Sie uns zur Grillsaison in diesem Sommer?
Pichler: Mein persönliches Lieblingsprodukt sind die grillfertig marinierten Lammgrillsteaks Istanbul (Anmerkung: die Lammprodukte kommen in der Regel von Manfred Kinzelmann, Nebenerwerbslandwirt bei Weilheim und Bruder von Helmut K.). Aber ich möchte auch unser Schweinesteak Kreta mit griechischen Kräutern besonders empfehlen.

Woher beziehen Sie das Fleisch bzw. die Tiere für Ihre Metzgerei?
Pichler: Schon seit den ersten Anfängen der Metzgerei vor 20 Jahren besteht eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem Packlhof bei Wolfratshausen Hier werden auf einem Biohof die Rinder für unsere Metzgerei produziert und zum Teil auch verarbeitet. Zusätzlich bezieht der Packlhof Tiere von Biobauern aus der Region. Über die Jahre hat sich zwischen uns eine sehr gute Arbeitsteilung entwickelt. Da in Oberbayern vorwiegend Rinder gehalten werden, stellte sich für uns die Frage, von wo wir kontinuierlich Schweine und Geflügel beziehen können. Um die Transportwege für die Tiere so gering wie möglich zu halten, haben wir zwei Produktionsstätten in Baden- Württemberg, an denen Schweine und Geflügel geschlachtet bzw. verarbeitet werden. Durch die enge Kooperation mit diesen drei Produktionsstätten sind wir in der Lage ein sehr breites Sortiment an Fleisch und Wurstwaren anzubieten.

Besteht eigentlich ein großer Unterschied zwischen konventioneller und ökologischer Fleischverarbeitung?
Pichler: Ein ganz wesentlicher Unterschied ist natürlich das Ausgangs-produkt. Alle Tiere, die wir verarbeiten, sind aus ökologischer Landwirtschaft, d.h. sie haben Auslauf, bekommen Grünfutter. Antibiotika und Tiermehle werden nicht eingesetzt. In der Fleischverarbeitung kommen dann auch nur Bio-Zutaten zum Einsatz, d.h. alle Gewürze, die wir einsetzen, sind zertifizierte Bioware. Außerdem geben die Verarbeitungsrichtlinien für den ökologischen Anbau vor, welche Hilfsstoffe zugelassen sind. So sind Phosphate bei uns als Bioland Betrieb nicht zugelassen.


Wie macht sich dieser Unterschied für den Verbraucher bemerkbar?
Pichler: Ein Hilfsstoff, der in der konventionellen Wurstherstellung sehr gängig ist, das Phosphat, hat die Eigenschaft Wasser zu binden. Damit kann man den Fleischanteil in der Wurst stark reduzieren. Da wir diesen Hilfsstoff nicht einsetzen dürfen und auch gar nicht wollen, enthält die Biowurst einen deutlich höheren Fleischanteil. So ist auch der Geschmack viel intensiver. Menschen, die allergisch gegen Phosphate sind, sind bei uns auf der sicheren Seite.

Wie sind Sie zur Biometzgerei gekommen?
Pichler: Oh, das ist ja schon eine ganze Weile her. Ich bin sozusagen im Gaststättengewerbe geboren. Meine Eltern hatten eine kleine Pension, mein Vater war Berufschullehrer für Metzger und Köche. So habe ich zu Hause unmittelbar miterlebt, dass die Qualität der Lebensmittel stark abnimmt. Das hat mich gestört. Ich habe dann eine kaufmännische Ausbildung absolviert und zunächst im elterlichen Betrieb mitgearbeitet. Als dann mein Sohn geboren wurde, haben wir unsere Ernährung umgestellt auf Ökoprodukte. Die Beschaffung fung war so unglaublich mühselig, dass ich mich entschieden habe, daran zu arbeiten, dass das Angebot besser wird. So habe ich mit Hilfe des Packlhofs unseren ersten Laden in Sendling aufgemacht.

Seitdem hat sich wohl viel getan?
Pichler: Das kann man wohl sagen. In den ersten Jahren war wirklich Pionierarbeit erforderlich, allein schon weil die ersten Biokunden und auch die Ladner vorwiegend Vegetarier waren. Und vor allem musste erstmal ein Standard für die Biofleisch Verarbeitung entwickelt werden.

Sind Sie zufrieden, wenn Sie zurückblicken?
Pichler: Ja, unbedingt. Es ist schon befriedigend, wenn ich mir ansehe, welche Vielfalt wir heute den Kunden bieten können. Die Kunden können wählen aus einem umfangreichen Sortiment an hochwertigen Fleisch- und Wurstwaren auswählen. Die Nachfrage hat im Lauf der Jahre deutlich zugenommen. Und trotzdem konnten wir unseren ersten Grundsätzen treu bleiben und ganz eng mit bäuerlichen Betrieben zusammen arbeiten.

   Artikel von Elisabeth Peters

Portrait Biometzgerei Pichler - Lieferant der Amperhof Ökokiste

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